



Historie
Das heutige Gebiet der Wakenitzmauer wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erstmalig bebaut. Zwischen dem langen Lohberg und der Glockgießerstrasse befanden sich bereits Gebäude und der Bereich der Wakenitzmauer wurde als „nova civitas“im 13. Jahrhundert erwähnt mit zunächst einem Haus auf dem Gebiet. 1381 scheinen auf den Grundstücken der heutigen Häuser 136-140 noch 2 Gebäude gestanden zu haben „prope alias duas domas sifridi scilicet unam transversalem et aliam quam ipse sifridus inhibitat“ (bis 1401).

Die Budenreihe (Hausnummer 134-140) muss zwischen 1571 und 1601 errichtet worden sein. Die Reihenhausanlage weist in ihrer rückwärtigen Front eine durchgehende Reihe von Splintmauerankern auf. Der Färber Rodebart hatte den ganzen Komplex zwischen 1571 und 1601 erworben und vererbte alles 1601, wobei das nun zusammengefügte Grundstück als Gang mit 4 Wohnungen an der Straße beschrieben wurde.
Aus: Häuser und Höfe in Lübeck, Bd. 1, Wachholtzverlag 1993
Bildquelle: Stadtarchiv Lübeck
Wer wohnte nun in dem heutigen Haus 138? Hier einige Beispiele:
Im 15. Jahrhundert wurden auf dem Gelände bereits ein Riemenschneider und ein Lohgerber erwähnt.
1762 finden wir einen Drucker in dem heutigen Gebäude
1846 einen Maurergesellen
1913 gehört das Haus einer Witwe, die einen Chauffeur als Mieter hat. Das könnte der junge Mann sein, der auf dem erhaltenen Foto aus dem Fenster schaut.
Seit 2008 wird das Gebäude als Ferienhaus in Lübeck vermietet und Gäste aus aller Welt können das Wohngefühl der vergangenen Jahrhunderte, verbunden mit den Annehmlichkeiten der Neuzeit, für sich genießen.